Finanzen

01.05.2020

Die Kirche und das liebe Geld

Die Corona-Krise betrifft uns alle, aber auf verschiedenen Weisen. Auch finanziell. Einige in der Gemeinde sind durch Kurzarbeit oder sogar dem Totalausfallen des Einkommens in einer schwierigen Lage. Andere, und zu diesem Kreis zähle ich mich, leiden zwar aus anderen Gründen, aber nicht finanziell. Im Gegenteil, es geht es uns gut, weil wir kaum Gelegenheit haben, Geld auszugeben. Es ist zwar nervig, am eigenen Pony schnibbeln zu müssen, aber es kostet nichts, und da niemand mich sieht, ist es auch nicht so wichtig ...

Diese Zeilen sind für diejenige geschrieben, denen es ähnlich geht, die nicht nur ihr gesichertes Einkommen haben, sondern am Monatsende viel mehr übrig, als in normalen Zeiten. Denn die Kirche braucht euer Geld.

Fangen wir in der Gemeinde an. Ostern ist nicht ausgefallen – Hallelujah! – aber die Kollekten schon, und die laufenden Kosten müssen weiter bezahlt werden. Wir waren traurig, dass die Gemeindefreizeit ausfallen mußte. Haus Höhenblick war auch traurig. Ich erhielt einen Brief von Herrn Göttsche, in dem er uns mitteilte, dass die Stornogebühren eigentlich über €3.000 gewesen wären, aber als guter Methodist stellt er uns keine Rechnung. Vielen Dank, Herr Göttsche, und sehr schön für uns, aber es ist auch nicht in unserem Interesse, dass unsere Häuser pleite gehen.

Wie einige andere in der Gemeinde, bekomme ich die Info-Briefe der EmK-Weltmission. Außer zwei Ehepaaren, die in Afrika geblieben sind, wurden alle deutschen Mitarbeiter, auch die jungen Freiwilligen, nach Hause geflogen. Kosten, die nicht im Haushaltsplan vorgesehen wurden. Unsere Weltmission hat einen Katastrophenfonds, damit in plötzlich auftretenden Notfällen unbürokratisch geholfen werden kann. Wenn Corona in Afrika erst richtig ausbricht, wer weiß, was auf unsere Partnerkirchen zukommt? In Europa beklagen wir Mangel an Schutzkleidung, in Afrika haben viele Menschen nicht einmal Seife.

Und im eigenen Land haben wir die Nächstenhilfe. Ein Fonds der Kirche, wo die Pastoren darauf zugreifen können, wenn in ihren Gemeinden Menschen in Not sind. Bis wir wieder „normal“ leben, wird es viel Not geben, und nicht alle werden nach der Krise einfach zurück zur Normalität übergehen können.

Diese Zeilen habe ich nach Absprache mit Pastor Klingel geschrieben und ich bitte euch, wer es sich leisten kann, um eine großzügige Spende. Man darf nach eigener Priorität eine Zweckbestimmung angeben: Haus Höhenblick, EmK-Weltmission, EmK-Nächstenhilfe, o.a. Zweckgebundene Spenden werden umgehend weitergeleitet, nicht zweckgebundene der Bezirkskasse gutgeschrieben.

IBAN: DE04 5125 0000 0054 000839, EmK Neuenhain.

Vielen herzlichen Dank!

Catherine Schwabe

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