Ich bin die Auferstehung und das Leben

 

Ich bin die Auferstehung und das Leben.
Wer an mich glaubet, der wird leben,
ob er gleich stürbe;
und wer da lebet und glaubet an mich,
der wird nimmermehr sterben.

Diese Worte aus Joh. 11, 25 - 26 spricht Jesus kurz vor der Auferweckung des Lazarus. Mit "Leben" bezeichnet Jesus immer das Verbundensein mit dem Vater, die Erlösung von der Sünde, d. h. Befreiung von der Herrschaft der Begierden und falscher Prioritäten innerhalb unserer materiellen Welt. Mit "Sterben" und "Tod" meint Jesus die Trennung von Gott, die Sünde, das Verhaftetsein in weltlichen vergänglichen Wünschen und Ansprüchen.

So sagt er auch an anderer Stelle: "Lasst die Toten ihre Toten begraben" (Mth. 8, 22 bzw. Lukas 9, 60). Oder im Epheserbrief heißt es unter Verwendung der selben Sprechweise: "Gott aber, der voll Erbarmen ist, hat uns, die wir infolge unserer Sünden tot waren, in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, zusammen mit Christus wieder lebendig gemacht." (Eph. 2, 4 - 5)

 

Gallus Dressler (1533 - 1585) hat den Text aus dem Johannesevangelium in einem vierstimmigen Chorsatz vertont, der zum Abschluss des Ostergottesdienstes am 20. April 2014 in einer Orgelfassung erklang:

Gallus Dressler: Ich bin die Auferstehung und das Leben
Hermann Baum, Orgel
Mit Hilfe der Computertechnik erklingt die Cavaillé-Coll-Orgel in der Kathedrale St. Étienne zu Caen.