Tagung der Süddeutschen Jährlichen Konferenz 2015

Logo der Süddeutschen Jährlichen Konferenz 2015: Verschiedenfarbige Personenumrisse stehen beisammen, rechts daneben das Motto Vom 17. -  21. Juni tagten die etwa 400 Delegierten der SJK in Fürth und Heilbronn. Laiendelegierte Christina Detka und Pastor Clemens Klingel vertraten unseren Gemeindebezirk. Als Delegierte des Frauenwerks nahm auch Anke Heinz teil.

Was ist die SJK? Sie ist so etwas wie ein Kirchenparlament für alle Methodisten-gemeinden im süddeutschen Raum. Es kommt jährlich zusammen, um die Weichen für unsere gemeinsame Arbeit zu stellen. Unser Gebiet umfasst etwa 120 Gemeindebezirke von Siegen im Norden bis Freiburg im Süden und Saarbrücken im Westen bis Hof  im Osten.  Hier gibt es etwa 16.000 Glieder, 15.000 Angehörige und 10.000 Freunde unserer Kirche.

Natürlich kann die SJK nicht einmal im Jahr zusammenkommen und dann aus dem Nichts heraus die notwendigen Entscheidungen treffen. Vielmehr werden alle Weichenstellungen von 13 Ausschüssen und Kommissionen vorbereitet, die während des Jahres zusammenkommen. Diese zuarbeitenden Gremien wurden in diesem Jahr neu gewählt. Das bedeutete unzählige Stimmzettel, die man ausfüllen musste.

Inhaltlich fand ich dieses Mal ein Thema besonders spannend: Der Ausschuss für Evangelisation hatte ein Arbeitspapier eingebracht, in dem er eine Vision für unsere Arbeit in den nächsten vier Jahren aufzeigt. Darin formulierte er auch viel Kritik an unserem Ist-Zustand und rief zur Neuorientierung auf. Pointierte Formulierungen wie, dass der EmK-Frömmigkeit eine erkennbare Priorisierung auf Jesus den Herrn fehle, oder dass wir unter den Freikirchen oft den Ruf einer toten Kirche hätten, lösten eine heftige Diskussion aus. Infrage gestellt wurde auch ein "heimlicher Machbarkeitswahn" solcher Strategiepapiere und "12-Schritte-Programme". Ich konnte mich am stärksten mit dem Beitrag eines Pastors identifizieren, der sagte: "Dieses Papier verstehe ich als einen prophetischen Zwischenruf, der zwar schmerze, aber dennoch entgegen- und ernstgenommen werden soll." Die SJK beauftragte die Superintendenten bis zur nächsten Tagung, das Anliegen dieses Papiers aufzunehmen und in ihrem Bericht Wege aufzuzeigen, wie wir es umsetzen können. Ich persönlich möchte gerne die sechs Schritte, die der Ausschuss vorgeschlagen hat, mit unserem neuen Bezirksvorstand diskutieren. Wer sich für die Gedanken interessiert, kann sich gerne an Christina Detka oder mich wenden.

Der Höhepunkt der SJK war natürlich wie immer der Abschluss der Tagung im Konferenzgemeindetag in Heilbronn mit etwa 4000 Besuchern. Viel Ermutigung fand ich in dem feierlichen Ordinationsgottesdienst. Erhebend der riesige Posaunenchor und die mitreißende Lobpreisband. Nachmittags feierten wir nicht nur etliche Jubiläen von Hauptamtlichen, sondern hörten von spannenden neuen Formen, wie Methodistengemeinden Evangelisation an ihrem Ort leben. Dazwischen unzählige Begegnungen mit Menschen, mit denen ich seit Jahrzehnten in unserer Kirche unterwegs bin. Wiedersehensfreude gepaart mit dem Gefühl: Ich bin Teil einer großen Gemeinschaft, die Gott dient an ganz vielen unterschiedlichen Orten.

Clemens Klingel

« Zurück