Rückblick auf die Übernachtungskirche am 30.11.2013

Vorsichtig tastete die kleine Hand nach meiner und hielt sie für die restliche Nachtwanderung fest. Der sechsjährige Marc lief fröhlich an meiner Seite und erzählte mir von seinem Leben - auch von seinen Sorgen. "Aber Gott hilft uns immer durch seine Engel!" ergänzte seine Schwester Madeleine. Marc ist bei dieser Übernachtungskirche wirklich über sich hinausgewachsen. Nicht nur, weil er bei den Großen mitlief, sondern sich überhaupt getraute, auswärts zu übernachten. Und allein für ihn hat es sich gelohnt, diese neue Form der Arbeit mit Kindern zu wagen.

Wir hatten ursprünglich nur mit ein paar Teilnehmern am 30.11. gerechnet. Doch dann wurden es 20 Kinder, die sich am Samstag vor dem 1. Advent in der Kirche einfanden. In einem großen Kreis auf unseren bunten Kissen sangen wir zunächst Lieder und lernten uns kennen. Danach durfte jeder seine individuelle Pizza backen. Das war lecker!

Nach dem Erzählen der Geschichte "Du bist einmalig" von Max Lucado kam für mich der persönliche Höhepunkt: Wir fassten uns an den Händen und dann sagten wir im Chor von jedem dem Namen und ergänzten: "Du bist einmalig und Gott liebt dich." Marc kam auch dran - und der Clemens auch. Das tat gut!

Danach war Basteln angesagt und die großen Jungs sorgten für ein Lagerfeuer, an dem wir bald leckeres Stockbrot grillten und natürlich die obligatorischen Marshmellows. Eigentlich hätte ja dann die Nachtwanderung in zwei Gruppen den Tag beenden sollen. Aber irgendwie wollten die Augen in den kuscheligen Nachtquartieren nicht zufallen…

Kinder in kuscheligen Schlafsäcken bekommen eine Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen



Am nächsten Morgen bereitete uns Andreas Krogmann ein leckeres Frühstück und wir besetzten bald darauf die drei vorderen Reihen des Gottesdienstraumes. So mündete das Kurzwochenende in eine fröhliche Eröffnung der Adventszeit ein, die das Kinderkirchenteam für die Übernachtungskinder besonders schön gestaltete.

Danke allen, die mitgeholfen haben, dass Marc und die anderen Kinder so viel erleben durften und sich in unserem Gemeindezentrum wohlfühlten. Vielleicht bleibt das Gefühl zurück: „Kirche, das ist wie ein Zuhause...“

Clemens Klingel

« Zurück